Referenz · Kaltwasser
Kaltwassersatz-Austausch im laufenden Betrieb
In Dortmund haben wir einen bestehenden Kaltwassersatz ersetzt, ohne dass die Kälteversorgung abreißt: Eine Interims-Kälteanlage im Überseecontainer hat mit 400 kW Kälteleistung übernommen. Die neue Anlage arbeitet mit dem klimafreundlichen Kältemittel R1234yf.
Die Ausgangslage
Austauschen, ohne abzuschalten
Ein bestehender Kaltwassersatz musste ersetzt werden, während der Betrieb weiterlief. Wer auf Kaltwasser angewiesen ist, kann seine Kälteversorgung nicht einfach für die Dauer eines Anlagentauschs abschalten. Deshalb haben wir eine Interims-Kälteversorgung aufgebaut, die die Kälteleistung während des Austauschs übernommen hat.
Unsere Lösung
Eine komplette Kälteanlage im Container
Das Verdichtergestell haben wir in einen Überseecontainer eingebaut und den Verflüssiger direkt obendrauf gesetzt. So entsteht eine kompakte, geschlossene Einheit. Der Schaltschrank sitzt außen in einem wetterfesten Gehäuse: Die Steuerung ist vor Regen und Witterung geschützt und bleibt trotzdem jederzeit von außen erreichbar.
Technische Eckdaten
| Maßnahme | Austausch eines Kaltwassersatzes im laufenden Betrieb |
| Übergangslösung | Interims-Kälteversorgung |
| Aufbau | Verdichtergestell im Überseecontainer, Verflüssiger obendrauf |
| Schaltschrank | außen, in wetterfestem Gehäuse |
| Kälteleistung | 400 kW |
| Kältemittel Interimsanlage | R32 |
| Kältemittel neue Anlage | R1234yf, GWP 4 |
| Kältemittel alte Anlage | R134a (abgebaut) |
| Sicherheit neue Anlage | Leckageüberwachung mit explosionsgeschütztem Abluftventilator |
Im Container
400 kW Kälteleistung auf engem Raum
Im Container arbeitet das Verdichtergestell mit dem Kältemittel R32, auf dem Container sitzt der Verflüssiger, der die Wärme an die Außenluft abgibt. Mit 400 kW Kälteleistung ist die Übergangsanlage keine Notlösung, sondern eine vollwertige Kälteversorgung für die Zeit des Austauschs.
Die neue Anlage
R1234yf: GWP 4 statt Tausender-Werte
Die neue Kälteanlage, die den alten Kaltwassersatz ersetzt, arbeitet mit dem Kältemittel R1234yf. Es hat ein Treibhauspotenzial (GWP) von 4. Zum Vergleich: Das lange verbreitete R404A liegt bei 3.922. Ein niedriger GWP-Wert schont das Klima und macht eine Anlage zukunftssicher, denn die EU-F-Gase-Verordnung schränkt Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial Schritt für Schritt ein.
Sicherheit
Leckageüberwachung mit Ex-Schutz
R1234yf gehört zur Sicherheitsgruppe A2L: schwer entflammbar, aber nicht völlig unbrennbar. Austretendes Kältemittel darf sich deshalb nicht ansammeln. Bei der neuen Anlage erkennt eine Leckageüberwachung einen Austritt frühzeitig und arbeitet mit einem explosionsgeschützten Abluftventilator zusammen, der für Entlüftung sorgt. Der Explosionsschutz sorgt dafür, dass der Ventilator selbst keine Zündquelle sein kann.
Bei Fertigstellung
So sieht die Anlage fertig aus
Diese Aufnahmen sind nach Abschluss der Arbeiten im Juli 2025 entstanden. Der Container ist als Außenhülle geblieben, getauscht haben wir das Maschinengestell mit den Verdichtern im Inneren. Zu sehen sind der Container mit dem Schaltschrank in seiner wetterfesten Einhausung, der Verflüssiger mit seinen Ventilatoren und die Verdichter mit sauber gedämmten Rohrleitungen.






Was das für Sie bedeutet
Neue Anlage, ohne Unterbrechung
Die Kälteversorgung läuft weiter, während die alte Anlage raus- und die neue reinkommt. Das klimafreundliche Kältemittel R1234yf hält die neue Anlage auch mit Blick auf künftige Vorgaben auf der sicheren Seite, und die Leckageüberwachung mit Ex-Schutz macht seinen Einsatz sicher.
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